CAGA Programm DUMMY

Hallo Erwin; hier mal ein DUmmy, wie wir das PRogramm umbauen müssten, um den Fehlerteufel auszutreiben. Das Problem kommt dadurch zustande, dass WordPress keine Blöcke innerhalb von Tabellen erlaubt. Wir könnten das aber umbauen, indem wir die Ordnung „links Zeitfenster, rechts Panels/Programm“ durch Spalten darstellen. Ich füge da unten mal einen Dummy ein. Ganz unten findest du auch noch die aktuelle Variante rüberkopiert.

14:00

Ankommen & Auftakt

14:30 – 16:00

PANEL 1 | Animationsästhetiken: Schatten, Silhouetten, Miniaturen

MEGUMI HAYAKAWA (Universität Zürich)
Im Schatten der Filmgeschichtsschreibung: ästhetische Analyse historischer Farbzeichentrickfilme

Abstract & CV

Wie wurden Schatten, ein physikalisches Phänomen der physischen Welt, in die Welt des Zeichentrickfilms übertragen? Was macht die medienspezifischen Eigenschaften des Schattens im Zeichentrickfilm aus, und welche Funktionen erfüllen sie auf ästhetischer, narrativer und räumlicher Ebene? Ausgangspunkt meiner Untersuchung ist eine computergestützte systematische Analyse von rund 250 historischen, in Cel-Technik gefertigten Farbzeichentrickfilmen aus den USA, Deutschland und Japan. Auf dieser Grundlage lassen sich ästhetische Muster sowie Tendenzen auf institutioneller und historischer Ebene erfassen. Aus diesem Material kristallisieren sich Fragen heraus, denen ich mit einem filmhistorischen Fokus auf die 1930er Jahre nachgehe. Dieses Jahrzehnt markiert in den USA jene Phase, in der der Farbfilm in die Zeichentrickproduktion eingeführt und erprobt wurde – ein Übergang, der die Darstellungsmöglichkeiten des Zeichentrickfilms maßgeblich veränderte.
Der Vortrag basiert auf meiner abgeschlossenen Dissertation, die sich ausgehend von historischer Poetik, neoformalistischem Ansatz und kognitiver Filmtheorie an den Schnittstellen von technikgeschichtlicher, ästhetischer und kognitionstheoretischer Perspektive bewegt. Neben dem theoretischen Framing werde ich die methodischen
Herausforderungen der historischen Zeichentrickfilmforschung skizzieren: Häufig liegen die audiovisuellen Quellen nur in mangelhafter Qualität vor oder fehlen in ihrer authentischen Form gänzlich, was eine fundierte Analyse der «ursprünglichen» Farbästhetik erheblich erschwert. Abschließend diskutiere ich das Potenzial und die Herausforderungen computergestützter Analysemethoden in diesem Forschungsfeld.


Dr. Megumi Hayakawa ist Postdoktorandin am Seminar für Filmwissenschaft der Universität Zürich mit den Schwerpunkten Farbfilmforschung, Animationsforschung und Digital Humanities. Ihre Dissertation mit dem Titel «Ästhetik und Funktion von Schatten im farbigen Zeichentrickfilm von 1932 bis 1942» schrieb sie an der Universität Zürich im Rahmen des Schweizerischen Nationalfonds-geförderten Projekts «Autonome Filmfarben in Animation und digitaler Produktion. Ein interkultureller Vergleich». Restauratorische und archivarische Erfahrung sammelte sie in Filmarchiven in Deutschland und Japan, darunter im DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum.

RADA BIEBERSTEIN (Tübingen)
1926/1955/1990/2026 – Silhouettenanimation in Deutschland

Abstracts & CV

1926 ist ein bedeutendes Jahr für die Animation in Deutschland und die internationale Animationsgeschichte. In diesem Jahr entsteht in einer Potsdamer Garage ein Filmklassiker der Animation und ein Meisterwerk der Silhouettenanimation – Die Abenteuer des Prinzen Achmed –, realisiert von der
Pionierin der Animationskunst Lotte Reiniger mit ihrem winzigen Team. 2026 wird das 100-jährige Jubiläum dieses Films gefeiert. Die deutschsprachige und internationale Forschung zu Lotte Reiniger und ihrem Werk ist in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen.
Die Silhouettenanimation in Deutschland weist auch weitere Animationsschaffende auf – in anderen historischen Epochen, Produktionskontexten und mit anderen Animationstechniken. Im DEFA-Trick-
filmstudio in Dresden werden von 1955 bis 1990 über sechzig Silhouettenfilme realisiert. Dies zeigen Die Trickfabrik (2003), ein enzyklopädisches Standardwerk mit Überblickscharakter, und der Ausstellungskatalog Schwarz-Weiss: Der Silhouettenfilm des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden (1995). Aber wer sind die AnimatorInnen, die mit der Silhouettentechnik arbeiten? Welche Ästhetiken
entwickeln sie und welche Geschichten erzählen sie? Was sind die Produktionsbedingungen und Produktionsabläufe im Stab Silhouette des DEFA-Studios? Wie wurde die Silhouettenanimation technisch umgesetzt? Welche künstlerischen Wege sind diese AnimatorInnen nach 1990 gegangen? Wie animieren sie die Silhouette heute? Der Beitrag verweist auf eine Forschungslücke und umreißt eine Idee zu einem Vorhaben, um diesen
Fragen gemeinsam nachzugehen.


Dr. Rada Bieberstein ist Film- und Animationswissenschaftlerin. Zu ihren Publikationen gehören das special issue animation: an interdisciplinary journal zu New Perspectives on Animation Historiography (SAGE 2022), herausgegeben mit Erwin Feyersinger, und die Herausgeberschaft Beyond Prince Achmed: New Perspectives on Animation Pioneer Lotte Reiniger (Schüren 2022).

KERIM DOĞRUEL (Universität Bayreuth)
Tödlein im Kleinen

Abstract & CV

Der Kurzfilm Eigenheim (2012, Anja Dornieden & Juan David Gonzàlez Monroy) portraitiert historische Puppenstuben aus der DDR sowie Besitzer:innen, Sammler:innen und Restaurator:innen derselben. Eine Restauratorin, die gleichzeitig Sekantin ist – also Präparatorin von Leichen –, vergleicht die Arbeit an den Miniaturen mit der Vorbereitung von Verstorbenen für die Verabschiedung: als minutiöse, genaue Arbeit an Details, die, trotz des Stillstands und des Wissens um die Abwesenheit des Lebens, einen Eindruck von Belebtheit vermitteln. Visuell verlässt der Film die Detailebene nicht, sondern zeigt ausschließlich Nahaufnahmen aus den Stuben; die Gespräche ziehen dem Sichtbaren einen doppelten Boden ein.
Der Beitrag interessiert sich für die paradoxen Temporalitäten, die von Miniaturen figuriert werden (Stewart 1993) und in Eigenheim zum Ausdruck kommen. Der Film verharrt in einem Dazwischen: zwischen Leben und Tod, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Bewegung und Stillstand. Auch inszenatorisch bleibt der Film ambivalent – in einer Kombination von überwiegend unbewegten, dokumentarisch beobachtenden Nahaufnahmen, subtilen Stop-Motion-Animationen der historischen Puppen, optischen Verfremdungseffekten und destruktiven Spielhandlungen, die den intendierten Spielweisen der Puppenstuben entgegenlaufen (Flanagan 2009: 33).
Theoretischen Rahmen bilden die Konzepte der (inter)(in)animation (Schneider 2011; Redrobe 2025) und deren Ergänzung der intra(in)animation (Scheider 2017; 2018). Sie suchen die Spannung zwischen animation und (in)animation aufrecht zu erhalten und betonen – in Erweiterung zu Konzepten wie lifedeath (Cholodenko 2014: 104) – die Relationalität und Intermedialität von Animation. Inwiefern hat sich ein Ableben in die Puppenstuben eingeschrieben? Welche Verbindungen zieht Eigenheim zwischen Puppen, Miniaturen und Sepulkralkultur (Akermann 2002; Neumann 2005)?

Bibliografie (Auswahl):

  • Akermann, Freya (2002): „Schluss mit Lustig.“ In: Wolfgang Neumann, Reiner Sörries (Hg.): Game Over: Spiele, Tod und Jenseits. Kassel: Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal.
  • Cholodenko, Alan (2014): „‚First Principles‘ of Animation.” In: Redrobe, Karen (Hg.): Animating Film Theory. Durham: Duke University Press, S. 98-110.
  • Flanagan, Mary (2009): Critical Play: Radical Game Design. Cambridge, London: The MIT Press.
  • Neumann, Wolfgang (2005): Vergänglichkeit für die Westentasche: Miniatursärge und Betrachtungssärglein. Kassel: Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal.
  • Redrobe, Karen (2025): Undead: (Inter)(in)animation, Feminisms, and the Art of War. Oakland: University of California Press.
  • Schneider, Rebecca (2011): Performing Remains: Art and War in Times of Theatrical Reenactment. London: Routledge.
  • Schneider, Rebecca (2017): „Intra-inanimations.“ In: Braddock, Christopher (Hg.): Animism in Art and Performance. New York: Palgrave Macmillan, S. 191–212.
  • Schneider, Rebecca (2018): „Slough Media.“ In: Jucan, Ioana B.; Parikka, Jussi; Schneider, Rebecca: Remain. Lüneburg: meson press.S. 49-107.
  • Stewart, Susan (1993): On Longing: Narratives of the Miniature, the Gigantic, the Souvenir, the Collection. Durham, London: Duke University Press.

Kerim Doğruel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Komparatistische Medienwissenschaft an der Universität Bayreuth. In seiner Dissertation schaut er auf und durch transparente Gehäuse von elektronischen Medientechnologien. Er forscht zur Materialität von elektronischen und digitalen Medien, schreibt und lehrt zu Kristallen als Teil der Computerspielkultur sowie der Rhetorik von Architekturmodellen und Schaltkreisen. Zuletzt hat er zusammen mit Clara Podlesnigg und Fadekemi Olawoye den Sammelband Sticky Films (2026) bei meson press herausgegeben.

16:00 – 16:30

Kaffeepause

16:00 – 16:30

Panel 2 | Animationsgeschichte: Archive, Bestände, Historiografie

TILL GRAHL (DIAF Dresden)
Das Deutsche Institut für Animationsfilm als Forschungs- und Sammlungsort: Bestände, Perspektiven und Kooperationsmöglichkeiten

Abstract & CV

lkjafölkjdlökajfslödkj

FRANZISKA PROKSA / KRISTINA SCHMIEDL (University of Applied Sciences St. Pölten)
Animating the Archive: Metadata Gaps and Network Reconstruction in Austrian and German Ephemeral Animation

Abstract & CV

kasjflkjsldkjf

CLAUDIUS STEMMLER (Universität Marburg, NFDI4Culture/AVefi) Die FDGB-Arbeitsschutzfilme des DEFA-Trickfilmstudios

Alte Version

14:00Ankommen & Auftakt
14:30 – 16:00 PANEL 1 | Animationsästhetiken: Schatten, Silhouetten, Miniaturen

MEGUMI HAYAKAWA (Universität Zürich)
Im Schatten der Filmgeschichtsschreibung: ästhetische Analyse historischer Farbzeichentrickfilme

Abstract & CV

RADA BIEBERSTEIN (Tübingen)
1926/1955/1990/2026 – Silhouettenanimation in Deutschland

Abstract & CV

KERIM DOĞRUEL (Universität Bayreuth)
Tödlein im Kleinen

Abstract & CV
16:00 – 16:30       Kaffeepause
16:30 – 18:00   Panel 2 | Animationsgeschichte: Archive, Bestände, Historiografie

TILL GRAHL (DIAF Dresden)
Das Deutsche Institut für Animationsfilm als Forschungs- und Sammlungsort: Bestände, Perspektiven und Kooperationsmöglichkeiten

Abstract & CV

FRANZISKA PROKSA / KRISTINA SCHMIEDL (University of Applied Sciences St. Pölten)
Animating the Archive: Metadata Gaps and Network Reconstruction in Austrian and German Ephemeral Animation

Abstract & CV

CLAUDIUS STEMMLER (Universität Marburg, NFDI4Culture/AVefi) Die FDGB-Arbeitsschutzfilme des DEFA-Trickfilmstudios

Abstract & CV
18:15 – 19:45Hands on Animation (Umtrunk & Vernetzung)
20:00 Abendessen in der Mehlfabrik (Selbstzahler)